The Emperor and the Assassin
The Emperor and the Assassin
Jing ke ci qin wang (China 1999, 163 min, 35mm, 1:1.85)
Im Jahre 221 v. Chr. vereinigte Ying Zheng der König von Qin, die sieben Königreiche, welche nach Jahrhunderten des Bürgerkrieges aus den unzähligen Fürstentümern der chinesischen Feudalepoche hervorgegangen waren zum chinesischen Kaiserreich. Der erste chinesische Kaiser war eine der schillerndsten Figuren der chinesischen Geschichte über die es viele Geschichten zu erzählen gibt. Chen Kaiges Film erzählt uns eine der bekanntesten: der gescheiterte Attentatsversuch des Jing Ke am Reichseiniger Chinas.
Der Film handelt von der Ereignissen unmittelbar vor der Reichseinigung Chinas und setzt mit der Eroberung des Königreichs Han durch Qin 233 v. Chr. ein, welche eine Kette der Ereignisse in Gang setzt. Lady Zhao, die Geliebte des Herrschers, ist des Hoflebens müde und möchte in ihren Heimatstaat Zhao zurückkehren. Um König Ying Zheng bei der Reichseinigung zu helfen schlägt sie vor Prinz Yan – der als Geisel nach Qin gesandt wurde – in seine Heimat zurückzubegleiten, auf daß er einen Attentäter aussende. Nach einem gescheiterten Attentat hätte Qin einen handfesten Grund Yan zu erobern. Lady Zhao und Prinz Yan kehren ins Königreich Yan zurück und treffen dort auf den Attentäter Jing Ke. Der ist jedoch des Tötens müde und höchst unwillig. Während sie versucht Jing Ke zu überzeugen entwickelt Lady Zhao zunehmend Respekt für ihn und Verachtung für den grausamen König von Qin.
Derweil schlägt sich letzterer mit familiären Problemen herum. Den der Eunuch Lao Ai ist in Wahrheit gar kein Eunuch, sondern ein überaus potenter Kerl, von dem die Königinmutter zwei stolze Söhne erhalten hat. Die stellen natürlich eine Bedrohung für Ying Zheng dar, und als die ganze Sache auffliegt wagt Lao Ai die offene Rebellion, welche jedoch niedergeschlagen wird. Vor seiner Hinrichtung enthüllt Lao Ai jedoch Ying Zheng, das dieser in Wahrheit der Sohn von Premierminister Lu Buwei ist, da dieser dem vorherigen Herrscher eine bereits von ihm selbst schwangere Konkubine – die Königinmutter – untergeschoben hat. Als diese nach dem Tod ihres Gatten zurück zu ihrem ehemaligen Geliebten wollte, fand er in Lao Ai – der laut Geschichtsannalen aufgrund der erstaunlichen Länge seines … na was wohl … ausgewählt wurde – einen passenden Ersatz um sich nicht zu kompromittieren. Um den Aufstieg seines Sohnes zum chinesischen Kaiser nicht zu gefährden begeht Lu Buwei Selbstmord.
Anschließend erobert Qin den Staat Zhao, dessen Herrscher sämtliche Kinder der Hauptstadt zum Selbstmord antreibt. Die Überlebenden läßt König Ying Zheng lebendig begraben, da er ihre Rache fürchtet. Nach diesen Untaten erklärt sich Jing Ke letztendlich bereit den Despoten zu ermorden, sein Attentat schlägt jedoch fehl.
Text: dw, 12.02.2002

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