Shoujyo – An Adolescent
Shoujyo – An Adolescent
Shoujyo (Japan 2001, 132 min, 35mm, 1:1.85)
Regie: Okuda, Eiiji Buch: Izuru Narushima & Katsuhiko Manabe nach einer Kurzgeschichte von Renja Mikihika Darsteller: Okuda, Eiiji Ozawa, Mayu Shoji, Akira Natsuki, Mari Murota, Hideo
Zusammenfassung: Tomokawa (E.O.), ein fauler Kleinstadtpolizist Mitte Vierzig, lockert seinen Arbeitsalltag auf, indem er sich auf Affären mit verheirateten Frauen einlässt. Auf einem seiner Streifgänge begegnet ihm Yoko (M.O.), ein 15- jähriges Schulmädchen, das ihm gegen Geld Sex anbietet. Was zunächst Anschein einer (in Japan) geläufigen Angelegenheit unter Männern seines Alters erweckt, entwickelt sich anders als erwartet – das ungleiche Paar stürzt sich Hals über Kopf in ein verwickeltes Liebesspiel. Dabei wird es schnell von seiner Umwelt enttäuscht – die nahestehenden Personen um sie herum bieten keinerlei Unterstützung. Und das, obgleich diese seltsamerweise in einem verrückten Reigen allesamt zu ihnen zu gehören scheinen: Der quirlige Sukemasa (A.S.), geistig etwas zurückgeblieben, mit Tomakawa oft durch die Straßen ziehend, ist Yokos Bruder; ihre Mutter (M.N.), ausgeflippt auf ihr eigenes Lotterleben konzentriert, war in jüngeren Jahren die Geliebte Tomokawas. Und dessen Tätowierung, die seit langer Zeit seinen Rücken ziert, wurde vom Großvater (H.M.) der jungen Geschwister entworfen. Inzwischen schminkt dieser mit Hilfe Yokos die Gesichter Verstorbener.
Schnell konzentriert sich die Faszination Yokos auf das beeindruckende Abbild des einflügeligen Vogeltattoos. Sie ist fasziniert von der alten chinesischen Weisheit, die aussagt, dass der Phönixvogel erst mit der Hilfe seines weiblichen Pendants fähig ist, zu fliegen. Als sie sich nach einem langen innerlichen Kampf schließlich den quälenden Schmerzen einer eigenen Tätowierung stellt, scheinen nicht nur die beiden schillernden Vögel von den Rücken abzuheben …
Text: rh, 25.08.2002

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