East is Red – China Swordsman II

Titel: East is Red – China Swordsman II
Originaltitel: Dong fang bu bai 2: feng yun zai qi
Land/Jahr: Hongkong, 1992
Format: 35mm, 1:1.85
Länge: 107 min

 

Zusammenfassung:
„East is Red“ schließt zeitlich an „Swordsman II“ an, setzt die Handlung jedoch inhaltlich nicht fort. „Dong Fang Bu Bai“ ist besiegt worden und gilt als tot. Eine spanische Expedition macht sich auf die Suche nach dessen Grab, begleitet von dem chinesischen Offizier Koo. Als die Spanier das Grab finden und plündern wollen um in Besitz der heiligen Rolle zu gelangen, stellt sich Koo gegen sie – und wird von einem mysteriösen Grabhüter gerettet. Es handelt sich um „Dong Fang Bu Bai“, der/die (im Deutschen ist es unmöglich zu übersetzen, daß sich die geschlechtliche Zuordnung von „Dong Fang Bu Bai“ nicht festlegen läßt) sich aus der Welt zurückgezogen hat. Koo appelliert an „Dong Fang Bu Bai“ in die Welt zurückzukehren, das sich überall Scharlatane breitgemacht haben, die seinen Namen mißbrauchen. Widerwillig gibt „Dong Fang Bu Bai“ nach, gerät jedoch beim ersten Sektenpriester der unter dem Deckmantel des Names „Dong Fang Bu Bai“ Menschenopfer praktiziert derart in Rage, daß der Unhold und alle seine Anhänger niedergemetzelt werden. „Dong Fang Bu Bai“ schwört allen Rache, die seinen Namen mißbrauchen und wirft Koo in die See. Er wird vom Schiff Snows gerettet, der früheren Geliebten von „Dong Fang Bu Bai“, die auf ihren Herren wartet und in seinem Namen den Sonne-Mond-Orden weiterführt. Sie gerät in einen Kampf mit einem japanischen Piratenschiff, welches sich bei Bedarf in ein Unterseeboot verwandeln kann. Als sie „Dong Fang Bu Bai“ begegnet wird auch sie als Scharlatan verstoßen und schwer verwundet. Koo flüchtet mit ihr in eine Garnison, deren korrupter Kommandant rauschende Feste feiert und ein Auge auf Snow wirft. „Dong Fang Bu Bai“ zieht nach der Vernichtung von Snows Schiff ebenfalls umher und findet in einem Bordell Unterschlupf, welches von den Japanern besetzt wird. Sie gibt sich als Prostituierte aus und tötet den japanischen General um sich in dessen Verkleidung zum Anführer der Japaner aufzuschwingen. Danach entert „Dong Fang Bu Bai“ das Schiff der Spanier um mit der vereinten Feuerkraft von Spaniern und Japanern die Welt zu erobern. Koo stellt sich „Dong Fang Bu Bai“ entgegen und es kommt zur Entscheidungsschlacht.

Kommentar:
Mit dem Vorgänger “Swordsman II” hat “East is Red” nur die Hauptfigur “Dong Fang Bu Bai” gemeinsam. Ansonsten ist der Film weitaus ernster gehalten. Die Schwierigkeiten „Dong Fang Bu Bai“ geschlechtlich zuzuordnen nehmen ebenso zu wie die politischen Anspielungen. Der „bad guy“ als Held und unzählige Maskeraden. Der japanische Spion als Konkubine, „Dong Fang Bu Bai“ als Hure verkleidet, Huren als „Dong Fang Bu Bai“ verkleidet, „Dong Fang Bu Bai“ in der Sinnkrise, als Rächer an Scharlatanen, als größenwahnsinnige Gottheit die sich von den Spaniern anbeten läßt, als japanischer General etc. Und was hat der Film sonst noch zu bieten? Die Kampfszenen sind wie schon beim Vorgänger originell und ideenreich gestaltet. Da werden Gewehr und Kanonenkugeln einfangen, Schiffe durch die Luft geworfen, mit Nadel und Faden oder wehenden Segeln gekämpft. Im Vergleich zum unterhaltsamen „Swordsman II“ ist „East is Red“ ernster und tiefsinniger, weniger verspielt, weniger lustig. Dennoch ist er keinefalls weniger eindrucksvoll, sondern ein Film den man sich immer wieder ansieht und über den man lange nachdenken kann.

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Regie: Ching, Siu-Tung

Buch: Cha, Louis

Darsteller: Lin, Brigitte; Wong, Joey; Ko, Eddy; Yu, Rongguang

Spezialeffeffekte: Hark, Tsui

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Text: Daniel Walter (04.01.2002)

 

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