Blade II

Titel: Blade II
Originaltitel: Blade II
Land/Jahr: USA, 2002
Format: 35mm, 1:1.85
Länge: 116 min

 

Zusammenfassung:
Blade ist mal wieder auf Vampirjagd. Diesmal geht’s gegen Supervampire die Vampire aussaugen. (dw)

Kommentar:
Blade II ist kein großer Film, das war aber der erste auch nicht. Das übliche Fortsetzungskonzept wird hier angewandt: Mehr Blut, mehr Tote, mehr Kampfszenen. Also: Den Fans wirds gefallen, mir hats zwei Stunden unbeschwertes Kinovergnügen verschafft, mehr müßte man eigentlich nicht schreiben zu diesem Film. Wenn da nicht die originelle Verknüpfung von Vampirismus aus Teil I konsequent weitergeführt würde. Haben die Blutsauger in Blade I miteinander Blutcocktails geschlürft, so gehen sie sich im zweiten Teil gegenseitig an die Rippen, sie schlitzen sich munter die Bäuche auch und kraulen sich die Eingeweide. Das ist nicht schön anzuschauen, übt allerdings auf den Zuschauer den gleichen morbiden Reiz aus, der von anatomischen Präparaten ausgeht. Dieses Eindringen in den Körper des anderen, welches Vampir sein in diesem Film bedeutet, ist originell und stellt die Frage nach unserer eigenen Körperlichkeit auf beklemmende Weise. Eine Szene nur, aber eine starke, die den Kinogang allemal lohnt. (ts)

Kommentar:
Die Story des Films ist schnell erzählt, denn im Grunde ist sie recht schwach. Vor allem kann man sehen das übelst kopiert wird. Die Supervampire erinnern doch stark an „Alien“, das Team welches nacheinander dezimiert wird ebenfalls. Neben Alien wird vor allem von „Blade“ selbst kopiert. Sei es Introsequenz wo Blade Vampire umlegt, die Szene wo er sich beim großen Showdown die Sonnenbrille greift, das er vorher Blut getankt hat etc. Blade war ein guter Actionfilm, flott inszeniert mit guten Ideen. Das offene Ende war geradezu für Fortsetzungen gemacht. Aber mußte es unbedingt diese sein? Schwächen in der Handlung welche an einer Stelle gar offen verändert wird: die im ersten Teil gestorbene Vaterfigur von Blade (Kris Kristofferson) lebt nun plötzlich wieder. Der neue Helfer Blades ist ein Verräter – eigentlich klar wenn man so uncool ist. Die Handlung ist wirr und unschlüssig. Halb Blade, halb Alien IV (Genexperimente die außer Kontrolle geraten) überzeugt der Film als keines von beiden und ist wenig mehr als eine Fortsetzung die man sich hätte sparen können.

Angesichts der Tatsache das Blade II viel von Alien IV kopiert ist es interessant das Ron Perlman in beiden Filmen mitgespielt hat und seine Rolle in beiden auch recht ähnlich ist. In einer Nebenrolle ist übrigens Actionstar Donnie Yen aus Hongkong zu sehen. (dw)

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Regie: del Toro, Guillermo

Darsteller: Snipes, Wesley; Kristofferson, Kris; Perlman, Ron; Varela, Leonor; Yen, Donnie

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Text: Daniel Walter, Timothy Simms (15.09.2002)