Tim Burton
Tim Burton
Tim Burton wurde am 25.08.1958 in Burbank, Kalifornien geboren. Der Horror-und Zeichentrickfan zeichnet schon während seiner Schulzeit Cartoons. Und darin ist er so gut, dass er 1981 einen Job bei Disney bekommt. Dort arbeitet er an dem Zeichentrickfilm Cap und Capper mit, wo ihm vor allem die Arbeit an dem niedlichen kleinen Fuchs überlassen wird. Erlittene Qualen lassen sich nachvollziehen, wenn man an die Figuren aus Nightmare before Christmas denkt, deren erste Ideen während dieser Zeit entstanden. Auch sein erster Kurzfilm Vincent entsteht in diesem Zeitraum, die Geschichte eines kleinen Jungen, der sich mit Vincent Price, dem großen Horrorfilmdarsteller identifiziert. Dieser Junge geht ganz in Figuren auf, die Price vor allem unter Regisseur Roger Corman gespielt hat. Darauf folgte Frankenweenie, ein 30-Minüter, angelegt als Frankenstein-Parodie, in der diesmal ein kleiner Hund wieder zum Leben erweckt wird. Durch diesen Film wird Warner Bros. auf ihn aufmerksam, wodurch er die Möglichkeit bekommt bei Beetlejuice (1988) und schließlich bei den 2 Batman-Filmen Batman und Batman returns 1989 und 1991 Regie zu führen, die unglaubliche Kassenschlager werden. In den folgenden Jahren wird Johnny Depp zu seinem Lieblingsschauspieler, der in den Filmen Edward mit den Scherenhänden (1990), Ed Wood (1994) und in Sleepy Hollow (1999) jeweils die Hauptrolle übernimmt. Mars Attacks! von 1996, der als Hommage an die Horror – und Science-Ficton-Filme der 50er Jahre gedacht war, ging trotz der grandiosen Besetzung an den Kinokassen leider und unverständlicherweise unter. Dagegen konnte er mit Sleepy Hollow drei Jahre später wieder ordentlich punkten. Diese Geschichte ist als Horrormärchen in Amerika weit verbreitet und stieß somit auf eine große Interessengemeinschaft. In dem kleinen Dörfchen Sleepy Hollow, geht 1799 die nackte Angst um: Vier Einwohner wurden kopflos aufgefunden. Die Dorfbevölkerung scheint den Mörder zu kennen: den kopflosen Reiter, der Geist eines Söldners, der für seine Blutrünstigkeit bekannt war. Selbst von der Dorfbevölkerung geköpft, dreht er nun den Spieß um und rächt sich auf die gleiche Weise. Flugs wird Gendarm Ichabod Crane (Jhonny Depp) aus dem großen und weit entfernten New York nach Sleepy Hollow geschickt, da er sich dort mit seinen modernen wissenschaftlichen Methoden zu Mordaufklärungen unbeliebt gemacht hat. Auch in Sleepy Hollow ist er kein gern gesehener Gast. Die einzigen, die sich über seinen Besuch zu freuen scheinen sind Katrina Van Tassel (Christina Ricci), deren Vater und Stiefmutter ihm ein Zimmer in ihrem Haus hergerichtet haben und der Sohn des ebenfalls ermordeten Jonathan Masbath, der, nun Vollweise, Crane gerne behilflich sein will. Ichabod glaubt immer noch an einen realen Mörder, bis er den kopflosen Reiter mit eigenen Augen sieht. Mit Katrina und Masbaths Sohn sucht er immer tiefer in den totenstillen Wäldern. Ichabod ist sich sicher, dass der kopflose Reiter nicht wahllos tötet, sondern von jemandem aus dem Dorf geleitet wird und diesem schein auch Ichabod selbst mit seinen Untersuchungen bald ein Dorn im Auge zu sein. Auch Katrina gerät in Ichabods Verdacht. Und das Werk ist noch nicht vollendet, ein paar Köpfe müssen noch rollen… Seine bisher letzte Regiearbeit ist der Film Big Fish, der dieses Jahr in die Kinos kam. Will Bloom (Billy Crudup), erfolgreicher Journalist in Paris, erhält eines Tages eine Hiobsbotschaft von seiner Mutter Sandra (Jessica Lange). Sein Vater Edward (Albert Finney, in jungen Jahren dargestellt von Ewan Mc Gregor) liegt im Sterben. Also macht sich Will Bloom auf den Weg um sich nach jahrelanger Funkstille mit seinem Vater auf dem Sterbebett zu versöhnen. Dessen Lügengeschichten haben Will das ganze Leben lang begleitet. Doch auch am Sterbebett kann Edward die Geschichten nicht ruhen lassen und erzählt von unglaublichen, fantastischen Erlebnissen mit Zauberwäldern, himmlischen Städten, Riesen (gespielt von dem 2,30 m großen Matthew McGrory), Werwölfen, siamesischen Zwillingen, einem Narzissenmeer, dass er seiner großen Liebe präsentiert und anderen unglaublichen, zauberhaften phantastischen Geschichten. Will und Edward finden schließlich auf eine unglaublich schöne Weise wieder zueinander und am ergreifenden Ende weiß man selbst als Zuschauer nicht mehr ob die Geschichten nicht vielleicht doch mehr Wahrheiten enthalten als man vermutet hat. Dieser die Sinne überwältigende und grandiose Film ist sicherlich der bisher beste Burton-Film. Das Drehbuch sollte zuerst Steven Spielberg verfilmen, aber in Burtons Händen wurde es zu einem Meisterwerk der Extraklasse. Hier konnte sich Tim Burton richtig austoben. Das wird aber sicher nicht sein letztes Werk bleiben, wir können uns also zurücklehnen und gespannt auf den nächsten Burton-Film warten.
Sleepy Hollow – Köpfe werden rollen
R: Tim Burton B: Andrew Kevin Walker, nach einer Buchvorlage von Washington Irving K: Emmanuel Lubezki M: Danny Elfman D: Johnny Depp, Christina Ricci, Miranda Richardson, Michael Gambon, Marc Pickering, Lisa Marie, Christopher Walken P: USA 1999 L: 106 min.
In dem kleinen Dörfchen Sleepy Hollow geht 1799 die nackte Angst um: Vier Einwohner wurden kopflos aufgefunden. Die Dorfbevölkerung scheint den Mörder zu kennen: den kopflosen Reiter, der Geist eines Söldners, der für seine Blutrünstigkeit bekannt war. Selbst von der Dorfbevölkerung geköpft, dreht er nun den Spieß um und rächt sich auf die gleiche Weise. Flugs wird Gendarm Ichabod Crane (JD) aus dem großen und weit entfernten New York nach Sleepy Hollow geschickt, da er sich dort mit seinen modernen wissenschaftlichen Methoden zu Mordaufklärungen unbeliebt gemacht hat. Auch in Sleepy Hollow ist er kein gern gesehener Gast. Die einzigen, die sich über seinen Besuch zu freuen scheinen sind Katrina Van Tassel (CR), deren Vater (MG) und Stiefmutter (MR) ihm ein Zimmer in ihrem Haus hergerichtet haben und der Sohn (MP) des ebenfalls ermordeten Jonathan Masbath, der, nun Vollweise, Crane gerne behilflich sein will. Ichabod glaubt immer noch an einen realen Mörder, bis er den kopflosen Reiter mit eigenen Augen sieht. Mit Katrina und Masbaths Sohn sucht er immer tiefer in den totenstillen Wäldern. Ichabod ist sich sicher, dass der kopflose Reiter nicht wahllos tötet, sondern von jemandem aus dem Dorf geleitet wird und diesem schein auch Ichabod selbst mit seinen Untersuchungen bald ein Dorn im Auge zu sein. Auch Katrina gerät in Ichabods Verdacht. Und das Werk ist noch nicht vollendet, ein paar Köpfe müssen noch rollen…
Big Fish
R: Tim Burton B: John August, nach einer Buchvorlage von Daniel Wallace K: Philippe Rousselot M: Danny Elfman D: Ewan McGregor, Albert Finney, Billy Crudup, Jessica Lange, Helena Bonham Carter, Danny DeVito P: USA 2003 L: 118 min.
Will Bloom (BC), erfolgreicher Journalist in Paris, erhält eines Tages eine Hiobsbotschaft von seiner Mutter Sandra (JL). Sein Vater Edward (AF) liegt im Sterben. Also macht sich Will Bloom auf den Weg um sich nach jahrelanger Funkstille mit seinem Vater auf dem Sterbebett zu versöhnen. Dessen Lügengeschichten haben Will das ganze Leben lang begleitet. Doch auch am Sterbebett kann Edward die Geschichten nicht ruhen lassen und erzählt von unglaublichen, fantastischen Erlebnissen mit Zauberwäldern, himmlischen Städten, Riesen (gespielt von dem 2,30 m großen Matthew McGrory), Werwölfen, siamesischen Zwillingen, einem Narzissenmeer, dass er seiner großen Liebe präsentiert und anderen unglaublichen, zauberhaften phantastischen Geschichten. Will und Edward finden schließlich auf eine unglaublich schöne Weise wieder zueinander und am ergreifenden Ende weiß man selbst als Zuschauer nicht mehr ob die Geschichten nicht vielleicht doch mehr Wahrheiten enthalten als man vermutet hat. Dieser die Sinne überwältigende und grandiose Film ist sicherlich der bisher beste Burton-Film. Das Drehbuch sollte zuerst Steven Spielberg verfilmen, aber in Burtons Händen wurde es zu einem Meisterwerk der Extraklasse. Hier konnte sich Tim Burton richtig austoben. Wir wünschen viel Spaß und empfehlen beim Nachhauseweg nicht die Abkürzung zu nehmen, denn die kann gelegentlich länger sein als man vermutet.
Mars Attacks!
R: Tim Burton B: Jonathan Gems K: Peter Suschitzky M: Danny Elfman D: Jack Nicholson, Annette Bening, Pierce Brosnan, Glenn Close, Danny DeVito, Natalie Portman, Martin Short, Tom Jones, Sarah Jessica Parker, Michael J. Fox P: USA 1996 L: 106 min
Rechtzeitig zu den Präsidentschaftswahlen am 4. November zeigen wir euch hiermit eine kleine Einstimmung und hoffen inständig, dass die Präsidentschaftskandidaten bis zu den Wahlen nicht noch von grünen Männchen oder handtaschendesignenden Praktikantinnen heimgesucht werden. Eine Armada Ufos erreicht die Erde, vollbesetzt mit Grünen Marsmännchen. James Dale (JN), aktueller Präsident der USA, sieht von diesen keinerlei Gefahr ausgehen und erhofft sich stattdessen ein großes Medienspektakel und damit für die bald anstehenden Wahlen steigende Wählerstimmen. Aber auch andere Erdenbewohner versprechen sich einiges von dem unerwarteten Besuch: Barbara Land (AB) hofft auf spirituelle Eingebungen, ihr Mann Art ( ebenfalls gespielt von Jack Nicholson, der hier in einer Doppelrolle zu sehen ist) eher auf gute Geschäfte, außerdem wird gehofft über die Marsmännchen Kontakt zu verstorbenen Ehegatten aufzunehmen. In der Wüste Nevada wird eine Fernsehstation hochgezogen und das Riesenereignis, die Ladung der Marsianer, wird erwartet. Als diese dann endlich aus ihren Ufos steigen, lassen sie ein lautes „Wir kommen in Frieden“ ertönen um nahezu gleichzeitig das gesamte Begrüßungskomitee mit ihren Strahlenkanonen zu pulverisieren. Auch das Taj Mahal bleibt von ihnen nicht verschont, geschweige denn die Präsidentenköpfe am Mount Rushmore, die nach den Fräsarbeiten der Marsianer nun in einer ganz neuen Version erscheinen. Solch ungebetene Gäste kann man nur mit gar grausamen Waffen entgegentreten und da lassen sich die Amis ordentlich was einfallen, man darf gespannt sein.
Text: jg, 09.11.2004

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