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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

The Beats - Generation ohne Grenzen

Filme dieser Reihe:
 Mittwoch  16.01.2019  20:00 Uhr  En. OmU  On The Road – Unterwegs
 Mittwoch  23.01.2019  20:00 Uhr  En. OmU  Howl – Das Geheul
 Mittwoch  30.01.2019  20:00 Uhr  En. OmU  Naked Lunch
 Mittwoch  06.02.2019  20:00 Uhr  En. OmU  Kill Your Darlings – Junge Wilde
beats“Because the only people that interest me are the mad ones, the ones who are mad to live, mad to talk, desirous of everything at the same time, the ones that never yawn or say a commonplace thing ... but burn, burn, burn like roman candles across the night.“ So führt Jack Kerouac uns ein in seine wilde Welt aus langen Reisen durch Nord- und Südamerika, ungehaltenen Drogenexzessen, befreitem Sex, aufregendem Jazz und einer ekstatischen Zelebration der Literatur. Die Beat Generation war eine Gruppe von Schriftstellern der 1950er Jahre, Männer, die besessen waren von einem nicht enden wollenden Rausch aus Sprache, Alkohol und ständig wechselnden Orten, Männer, die irreguläre Leben lebten, die der Sucht nachhingen, dem ewig Neuen, der nie endenden Straße, der Unmöglichkeit, sich einem normalen Alltag zu beugen, die daraus Literatur schufen.

Die poetischen Werke dieser Zeit transportieren diese Wildheit und Unruhe in einer ästhetischen und doch unkontrollierten Form. Bis heute trägt die Literatur der Beat Generation eine Aufregung und Faszination in sich, der man sich schwer entziehen kann. Texte, die wie Jazzstücke geschrieben werden, ewige Hymnen ohne Punkt und Komma, Ovationen an die rohe Schönheit der freien Welt, ein Aufschrei der Menschen, die sich der Gesellschaft nicht beugen können. Sie beeinflussten Musiklegenden wie die Beatles, Bob Dylan und Pink Floyd, für Jim Morrison war Kerouac die Inspiration seiner Musik, Burroughs führte Freundschaften mit David Bowie und Mick Jagger und über die Jahrzehnte tauchten in der Popkultur immer wieder Referenzen der Beats auf, von Tom Waits bis R.E.M., von Kurt Cobain bis U2, sie alle ließ die unleugbare Kraft der Gruppe nicht los. In den letzten Jahren hat auch das amerikanische Kino Ginsberg, Kerouac und Co. wiederentdeckt und teils hochkarätig besetzt bedeutende Werke der Schriftsteller auf die große Leinwand gebracht.

On the Road erzählt autobiographisch von den wilden Jahren Kerouacs auf der Straße, dem Drang danach, etwas von Wert zu schreiben, von Menschen, die es nicht ertragen können, sich auf irgendetwas im Leben zu beschränken. In nur drei Wochen hat Kerouac das Buch niedergetippt, ohne Pausen, ohne Absätze, auf eine einzige Papierrolle, um nicht anhalten zu müssen, wenn er die Seiten der Schreibmaschine wechselt. Pull My Daisy von 1959 lässt den großen Literaten und die Beats selbst sprechen, zeigt Ginsberg, Corso und Orlovsky als die unkontrollierbaren Poeten, die sie sind, in einem selbstgeschaffenen Kurzfilm. Wie ein Gebet stößt James Franco als Allen Ginsberg in Howl seine ungebändigte Hymne auf die Gruppe aus, durchbrochen von Interviews und Ausschnitten aus dem Gerichtsprozess, in dem das Gedicht wegen Obszönität verboten werden sollte.

Surrealistisch und verstörend erzählt Naked Lunch die entfremdete Geschichte der Entstehung des gleichnamigen Romans von William S. Burroughs. Ein Film wie ein Fiebertraum, voll Ekel und Absurdität, der damit völlig aus der uns bekannten Welt ausbricht. Kill Your Darlings schließlich führt uns zu den Anfängen der Beats zurück, den ersten literarischen Faszinationen und homosexuellen Abenteuern Ginsbergs, den ersten Freundschaften zwischen den Literaten und ihren erstmals zu-
tage tretenden menschlichen Abgründen.

And now – let it be beat!

Text: Clara von Harling

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