aka-Filmclub.de

Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Happy Birthday, aka Filmclub!

Filme dieser Reihe:
 Mittwoch  22.11.2017  20:00 Uhr  En. OV  Der Zauberer von Oz
 Donnerstag  23.11.2017  20:00 Uhr  DF  Der rote Korsar
 Freitag  24.11.2017  20:00 Uhr  En. OV  Singin' in the Rain
 Samstag  25.11.2017  15:00 Uhr    Ausstellung: 60 Jahre aka – Ein Blick hinter die Kulissen
Der aka wird 60 und das wird gefeiert! Wie es sich für eine ordentliche Geburtstagsparty gehört, wird es bunt und lustig, wir schwelgen in Opulenz und Überfluss – und blicken ein bisschen zurück.
Am 22. November 1957 wurde der aka Filmclub von zwei Freiburger Studenten gegründet. Man war filmbegeistert und wollte dem studentischen Publikum jene Filmkunst, die die kommerziellen Kinos nicht zeigen, zu studentenfreundlichen Preisen näherbringen. So gesehen hat sich bis heute kaum etwas verändert. Seit diesem Tag existiert der aka ununterbrochen, ist seit jeher unabhängig von Universität und anderen Institutionen und wird von Generation zu Generation weitergetragen - mit dem Ziel ein abwechslungsreiches Programm anzubieten und jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, neben dem Studium aktive Kinoarbeit mitgestalten zu können. Und wir haben Glück, denn es gibt noch ein weiteres Jubiläum in diesem Jahr: Im Jahre 1915 gründete ein gewisser Herbert T. Kalmus aus Boston mit zwei Mitstreitern eine Firma namens Technicolor. Das große Ziel der Pioniere war es, die Filmproduktion eine Evolutionsstufe weiterzubringen: hin zum Farbfilm. Und vor genau 100 Jahren begann die Produktion des ersten Technicolor-Farbfilmes The Gulf Between, der noch zweifarbig war, weil die Technik bis dato nicht mehr hergab. Natürlich gab es Rückschläge und Niederlagen. Doch Kalmus und Co ließen sich nicht unterkriegen und entwickelten Lösungen, bis im Jahre 1932 der erste Film im heute gängigen dreifarbigen Verfahren über die Leinwand flimmern konnte: Flowers and Trees, ein Oscarprämierter Animationskurzfilm aus dem Hause Disney. Gab es auch in den Jahrzehnten zuvor schon Versuche, Farbe auf Film zu fixieren, war nun der Bann gebrochen und es hieß bis in die 50er Jahre im Vorspann: Color by Technicolor.
Dieses neue Technicolor-Farbverfahren war nichts weniger als eine Revolution. Die komplette Filmindustrie, vor allem in Hollywood, wurde umgestellt, es eröffneten sich völlig neue Möglichkeiten für die Filmemacher und atemberaubende Seherlebnisse für die Zuschauer. Das ist vor allem auf die besonders knalligen und satten Farben zurückzuführen, die diese Filme auszeichneten. Bis heute steht die Technicolor-Ära, die in den späten 50ern ihrem Ende zuging, weil Konkurrenz auf den Markt drängte, für eine einzigartige Farbfülle im Überfluss, die vielen heutigen Klassikern ihr entsprechendes Gewand gab: Vom Winde verweht, Schneewittchen und die sieben Zwerge oder Die Abenteuer des Robin Hood (1938) sind nur einige davon.
Das passt hervorragend zu unserer kleinen Geburtstagswoche, die wir ausgehend vom 60. Geburtstag am 22. November gut gelaunt mit Euch zelebrieren wollen. Wir zeigen drei Meilensteine der Technicolor-Zeit. Freut Euch auf kurzweilige, humorvolle und vor allem knallbunte Filme: The Wizard of Oz (1939) ist einer der ersten Langfilme im berühmten Farbfilmverfahren und ohne weiteres einer der bedeutendsten Filme der Geschichte. Der rote Korsar (1952) steht stellvertretend für das Genre des Abenteuerfilms, das von den neuen technischen Möglichkeiten ganz besonders profitierte. Und Singin‘ in the Rain (1952) ist wohl einer der formvollendetsten Filme jener Zeit, der von der ersten bis zur letzten Minute mitreißt und Spaß macht. Und am anschließenden Wochenende eröffnen wir im Uniseum eine Ausstellung zur Geschichte des akas, zu der ihr herzlich eingeladen seid (s. S. 28).
Wir sind stolz darauf, alle drei Filme auf analogem 35 Millimeter-Film zeigen zu können. Freut euch also auf bunte, lebendige Filmgeschichte und stoßt mit uns auf (mindestens) 60 weitere Jahre an!

Text: Johannes Litschel

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