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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Italienisches Kino

Filme dieser Reihe:
 Mittwoch  27.11.2013  20:00 Uhr  35 mm, DF  La Strada - Das Lied der Straße
 Mittwoch  04.12.2013  20:00 Uhr  35 mm, DF  Rom, offene Stadt
 Mittwoch  11.12.2013  20:00 Uhr  35 mm, It. OmU  Habemus Papam – Ein Papst büxt aus
 Mittwoch  18.12.2013  20:00 Uhr  35 mm, DF  La Dolce Vita
Italien war in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts eines der wichtigsten Länder, was die kinematographische Produktion betrifft. Regisseure wie Federico Fellini, Luchino Visconti, Sergio Leone und Roberto Rossellini haben das Kino in der ganzen Welt stark beeinflusst. Die Anfänge liegen in der frühen Nachkriegszeit, als der Neorealismus die damalige Lage schilderte.

Der Kummer und das Elend der Leute wurden ohne jegliche Beschönigung der Realität dargestellt. So wurden Filme produziert, die hart und tragisch waren, meist ohne Aussicht auf eine positive Entwicklung der Situation selbst nach Filmende. Doch dies erfolgte auf derart ergreifende und poetische Weise, dass die Zuschauer die Kinos bis zum letzten Platz füllten. Einige Vertreter waren Vittorio De Sica, Luigi Zampa und Roberto Rossellini. Von Letzterem zeigen wir in dieser Reihe Rom, offene Stadt (Roma, città aperta), der häufig als Symbol des Neorealismus bezeichnet wird. Er erzählt die Geschichte einer Gruppe Widerstandskämpfer im von den Nazis besetzten Rom.
In den sechziger und siebziger Jahre begann der Stern von Federico Fellini zu leuchten. Seine
Phantasie und seine Fähigkeit, die Wirklichkeit als groteske aber überaus liebervolle Satire
darzustellen, hat ihm fünf Oscars eingebracht. Die Menschen, die er zeigt, sind realistisch, aber
dennoch eine Parodie ihrer selbst. Fast als ob Fellini uns unsere eigenen innerlichen Paradoxa zeigen will; als ob er uns zeigen möchte, wie merkwürdig wir uns mitunter verhalten, uns aber
gleichzeitig mitteilt, dass er genau das an uns liebt. Von diesem visionären Regisseur zeigen wir seine bissigsten und berühmtesten Filme: Das süße Leben (La dolce vita) und La Strada. In den letzten Jahrzehnten hat sich die qualitativ hochwertige Produktion italienischer Filme gemindert,
ist jedoch nicht gänzlich verschwunden. So ist beispielsweise Nanni Moretti ein Regisseur,
dessen Filme international von Kritik und Publikum gleichermassen geliebt werden, und der bereits in Cannes Jurymitglied war. Wir zeigen seinen Film Habemus Papam, eine frische und brisante Komödie mit ernster psychologischer Ausleuchtung der Charaktere. Die Geschichte handelt vom neugewählten Papst, der kurz vor seiner offiziellen Verkündung befürchtet, er sei der Verantwortung als Papst nicht gewachsen. Natürlich kann man in vier Beispielen nicht alle wichtigen Filme der kinematographischen
Geschichte Italiens zeigen. Dennoch haben wir in dieser Reihe vier von ihnen ausgesucht, die die Entwicklung des italienischen Kinos einfangen.

Text: Giorgio Chiara

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