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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Lachen auf Schwarzweiß

Filme dieser Reihe:
 Dienstag  26.11.2013  20:00 Uhr  DVD, DF  Sein oder Nichtsein
 Dienstag  03.12.2013  20:00 Uhr  DVD, En. OmU  Der Große Diktator
 Dienstag  10.12.2013  20:00 Uhr  DVD, En. OmU  Moderne Zeiten
 Dienstag  17.12.2013  20:00 Uhr  35 mm, Dt. OV  Die Feuerzangenbowle
lachenDarf man über alles lachen? Um diese Frage dreht sich Umberto Ecos Roman Der Name der Rose. Darf man das? In der Filmreihe Lachen auf Schwarzweiß wollen wir darauf eine positive Antwort geben. Die vier Filme, die hier vorgeführt werden, sind nicht nur auf der Leinwand Schwarz und Weiß zu sehen, auch ihre Atmosphäre ist Schwarz und Weiß.

Moderne Zeiten, Der große Diktator, Sein oder Nichtsein und Die Feuerzangenbowle wurden alle in schwierigen Zeiten gedreht und beinhalten sehr ernste Themen. In Moderne Zeiten wird die große Weltwirtschaftskrise 1929 auf ironische Weise dargestellt und in Der große Diktator und Sein oder Nichtsein der Nationalsozialismus, die Judenverfolgung und sogar Adolf Hitler höchstpersönlich. Die Feuerzangenbowle nimmt die Schule aufs Korn, was nicht aussergewöhnlich scheint, doch der Zeitpunkt des Drehs ist bemerkenswert: Deutschland am Kriegsende, als so gut wie jede deutsche Stadt unter dem Bombenhagel der Allierten vernichtet wurde. In Lachen auf Schwarzweiß steht das Schwarze also für den historischen Hintergrund, und das Weiße für den feinen Humor, mit dem sich diese Filme damit auseinandersetzen. Am Ende wird man sich köstlich amüsiert haben - und gleichzeitig viel Zeit zum Nachdenken haben.
Alle vier Filme sind Komödien, die zu Recht als Klassiker gelten; nicht nur wegen der Lacher, die
sie verursachen, sondern auch wegen ihrer qualitativ hoch anerkannten Kinokunst. Zum Beispiel
wird die Entwicklung der Protagonisten in Chaplins Moderne Zeiten oft in Regieschulen gezeigt. Ebenso der Einsatz von Ablenkungen, wie ihn Ernst Lubitsch in Sein oder Nichtsein einsetzt, um den Zuschauer im richtigen Moment überraschen zu können. Helmut Weiss' Die Feuerzangenbowle wurde mit diesem Satz präsentiert: „Dieser Film ist ein Loblied auf die Schule, aber es ist möglich, daß die Schule es nicht merkt.“ So kann man verstehen, dass die Thematik nicht explizit dargestellt wird, sondern eher auf eine Weise, die sich nicht sofort auf den ersten Blick als solche erkennen lässt. Mit dieser Reihe wollen wir euch zum Lachen bringen und euch gute Laune verschaffen. Gleichzeitig geben wir euch aber auch Anregungen zum Nachdenken, oft auch über dramatische Themen. Man darf schließlich über alles lachen.

Text: Giorgio Chiara

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