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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Stanley Kubrick, oder wie ich lernte, das Kino zu lieben

Filme dieser Reihe:
 Donnerstag  01.12.2011  20:00 Uhr  35 mm, En. OmU  Die Rechnung ging nicht auf
 Donnerstag  08.12.2011  20:00 Uhr  35 mm, DF  Wege zum Ruhm
 Donnerstag  15.12.2011  20:00 Uhr  En. OmU  Uhrwerk Orange
 Donnerstag  12.01.2012  20:00 Uhr  35 mm, En. OmU  Full Metal Jacket
Das Werk Stanley Kubricks ist mit insgesamt 13 Spielfilmen als eher übersichtlich zu bezeichnen. Dennoch zählt der amerikanische Filmregisseur heute zu den größten Filmemachern aller Zeiten. Bereits als junger Mann, der sich sein Wissen autodidaktisch erarbeitet hatte, war er für seinen Perfektionismus „verschrien“. Kubricks Filmkarriere begann, als er im Alter von 13 Jahren von seinem Vater eine Kamera geschenkt bekam. Fortan streunte er durch die Straßen von New York auf der Suche nach dem perfekten Schnappschuss. Dieser gelang ihm im Alter von 17 Jahren, als er einen Zeitungsverkäufer ablichtete, welcher schockiert war vom Tode Roosevelts. Das Magazin Look kaufte ihm das Foto ab und nahm Kubrick in den festen Stamm seiner Fotographen auf. Der Grundstein für seine Karriere war gelegt.

Mit der Filmerei begann er 1951 (er war gerade 22 Jahre alt) weil er zum einen selbst begeisterter Kinogänger war und weil er sich zum anderen ein ordentliches Einkommen davon erhoffte. Auf das große Einkommen musste Kubrick allerdings noch warten. Sein erster Film Day of the Fight – ein 16-minütiger Dokumentarfilm über einen Boxer – brachte beim Verkauf nicht einmal die Herstellungskosten wieder herein. Doch der Film brachte Kubrick in Kritikerkreisen lobende Anerkennung, so dass er nach einem weiteren Kurzfilm 1953 bereits seinen ersten Spielfilm fertigstellte, Fear and Desire. Mit diesem Film war Perfektionist Kubrick allerdings nie so richtig zufrieden, so dass er später jegliche Aufführung untersagte. Für seinen zweiten Spielfilm, den 1955 gedrehten Killer’s Kiss (dt.: Der Tiger von New York), wurde er – allerdings erst 1959 – im europäischen Locarno mit dem Leoparden für die beste Regie ausgezeichnet, auch wenn zeitgenössische Kritiker sich über die Qualität des Werks ganz und gar nicht einig waren. Aber Kubrick begann langsam, seinen Stil zu entwickeln und 1957 gelang ihm mit Paths of Glory (dt.: Wege zum Ruhm), der Verfilmung eines auf wahren Ereignissen basierenden Romans, schließlich der große Durchbruch. Spartacus war 1960 dann sein erster kommerzieller Erfolg, bei dem er selber aber nur sehr wenig Einfluss auf das Drehbuch und die Produktionsbedingungen hatte, da er im Prinzip nur für den ursprünglich vorgesehenen Regisseur eingesprungen war, den man schon nach wenigen Drehtagen wieder hinausgeworfen hatte.

Kubrick war mit den Bedingungen, die sich ihm in Hollywood boten, mehr und mehr unzufrieden. Anfang der sechziger Jahre zog er daher mit seiner dritten Frau Christiane, die er bei den Dreharbeiten von Paths of Glory kennengelernt hatte, nach London. Dort lebte und arbeitete er bis zu seinem Tod im Jahr 1999. In diesen knapp 40 Jahren drehte er gerade mal acht Filme, die heute aber fast ausnahmslos zu den größten Werken der Kinogeschichte zählen und bis auf The Shining alle für mindestens einen Golden Globe oder Oscar nominiert waren.

Text: AP

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