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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Inland Empire

Regie&Buch: David Lynch Kamera: David Lynch Musik: David Lynch, Krzysztof Penderecki Darsteller: Laura Dern, Jeremy Irons, Justin Theroux, Harry Dean Stanton, Julia Ormond Produktion: USA/F/PL, 2006 Länge: 180 min. Fassung: 35 mm, En. OmU

Film ab! Regisseur Kingsley Stewart (JI) steckt mitten in den Dreharbeiten zu seinem neusten Streifen. Sein Film gründet auf einer mysteriösen polnischen Vorlage, die allerdings nie vollendet werden konnte. Nun ist es an der Zeit, dass die Handlung endlich auf die Leinwand kommt. Und genau dafür verpflichtet er die etwas in Vergessenheit geratenen Schauspieler Nikki Grace (LD) und Devon Berk (JT). Beide würden mit diesem Film gern ein Comeback schaffen, doch gerade Nikki nimmt sich womöglich zu sehr des Projektes an. Aus der anfangs so simplen Konstellation entwickelt sich bald ein kompliziertes Geflecht von Gedanken und Perspektiven, welches das vormals geplante Liebesdrama zu einer grenzüberschreitenden Erfahrung zwischen Illusion und Wirklichkeit werden lässt…

Mit diesem Film im Film hat David Lynch vielleicht den Inbegriff eines Lynch-Werkes geschaffen. In die Position von Laura Derns Figur versetzt, gerät der Zuschauer immer mehr in einen Sog von sich vermischenden Realitäten, inneren und äußeren, bis bald kaum mehr gesagt werden kann, wo die Grenze einmal war. Es ist eine alptraumhafte Collage, ein abgefahrener, surrealer Trip in das Innerste eines (großartig gespielten) Charakters. Inland Empire kann daher auch als Anspielung auf das Reich im Innern, sprich die Psyche, verstanden werden. Mit sehr bizarren, teils ironisch anmutenden, Einfällen gespickt, könnte Lynchs Film in Teilen auch als künstlerische Installation für sich stehen. Es sind diese filmischen Experimente und die eigenwillige, durchdringende Atmosphäre, die den Film zum Ereignis werden lassen und den Zuschauer nicht mehr loslassen. Es empfiehlt sich, dieses Werk nicht allein anzuschauen!

Text: Natalie Kurz

Spieltermin:
Freitag, 10.05.2013 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

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