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Brazil Regie: Terry Gilliam Buch: Terry Gilliam, Tom Stoppard, Charles McKeown Kamera: Roger Pratt Musik: Michael Kamen Darsteller: Jonathan Pryce, Kim Greist, Robert De Niro Produktion: GB, 1985 Länge: 142 min. Fassung: BluRay, En. OmU
Sam Lowry (JP) hatte ein ganz normales, ein geradezu langweiliges Leben. Seine Arbeit im Archiv des „Ministeriums für Informationen“ ist sehr monoton, doch ihm scheint sie zu gefallen - die Versuche seiner Mutter, ihm eine bessere zu besorgen, verneint er stets. Doch durch einen Fehler in einer anderen Abteilung gerät sein Leben aus den Fugen. Eine falsche Person wurde verhaftet, doch als er das bemerkt, ist es schon zu spät, mit dem angeblichen Täter wurde bereits das übliche Verfahren durchgeführt. Als er sich im Namen des Ministeriums bei den Angehörigen entschuldigen soll, begegnet er der Frau seiner Träume. Da sie zunächst vor ihm wegläuft, muss er alles daran setzen, sie wieder zu finden. Als er erfährt, dass sie verdächtigt wird, einer terroristischen Vereinigung anzugehören, begibt er sich in große Gefahr, selbst verdächtigt zu werden. Doch das lässt ihn nicht von seiner Suche abbringen.
“[…], I became terrified that I was going to be a full-time, bomb-throwing terrorist if I stayed [in the U.S.] because it was the beginning of really bad times in America. It was ’66-’67, it was the first police riot in Los Angeles[...]. I went by on the way to a party to check out the police riot, and it was ugly beyond belief. In college my major was political science, so my brain worked that way. […].”
In dieser Zeit wurde Gilliam zu einem Gegner des scheinbar übermächtigen Systems. Seine Frustration über die Machtlosigkeit lies er in seinem anarchischen Humor heraus, der schon einige Monty Python-Sketche prägte. Das gipfelte schließlich in Brazil, was seine ganz persönliche Abrechnung mit dem System darstellt. So hat der Film einen sehr bissigen, teilweise auch makaberen Humor, wie man es schon von Monty Python kennt. Als immer wiederkehrendes Motiv enthält Brazil das gleichnamige Lied „Aquarela do Brasil“, das immer in besonderen Situationen einsetzt. Hier lohnt es sich, ganz besonders gut hinzuschauen.
Text: Maarten Wissink Spieltermin:
| Mittwoch, 12.12.2012 20:00 Uhr, Hörsaal 2006 |
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