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Der Manchurian KandidatOriginaltitel: The Manchurian Candidate Regie: Jonathan Demme Buch: Daniel Pyne, Richard Condon Kamera: Tak Fujimoto Musik: Rachel Portman Darsteller: Denzel Washington, Meryl Streep, Liev Schreiber, Jon Voight, Bruno Ganz Produktion: USA, 2004 Länge: 129 min. Fassung: 35 mm, DF
Golfkriegs-Veteran Captain Bennett Marco (DW) wird noch Jahre nach dem Krieg von dem entscheidenden Moment heimgesucht: Sein Spähtrupp gerät in einen Hinterhalt, und sie scheinen dem Tod geweiht. Da gelingt es Sergeant Raymond Shaw (LS), in einem sagenhaften Alleingang bis auf zwei Männer alle Kameraden zu retten, wofür er später mit der Medal of Honor ausgezeichnet wird. Jahre später wird die Auszeichnung für ihn wieder relevant, als er dank seiner ruhmreichen Vergangenheit und seiner machtversessenen Mutter (MS) als Vizepräsident der Vereinigten Staaten aufgestellt wird. Als Shaw in den Medien auftaucht, wird Marco wieder zunehmend von seinen Alpträumen geplagt. Anders als von den Psychiatern diagnostiziert, glaubt er nicht, am Golfkriegssyndrom zu leiden – sondern findet mit Unterstützung eines Arztes (BG) heraus, dass er wohl einer Gehirnwäsche unterzogen wurde. Doch wer steckt hinter dem Komplott?
Ähnlich überzeugend wie die erste Verfilmung von John Frankenheimer, bei der Frank Sinatra die Rolle des Marco spielte, gelang Jonathan Demme die Übertragung des Stoffes in die heutige Zeit. Im virtuellen Ausnahmezustand, in dem sich Amerika zur Zeit des Präsidentschaftswahlkampfes befindet, erstaunen auch die Gehirnimplantate nur wenig, welche zur Manipulation der Soldaten eingesetzt wurden. Rainer Gansera in der SZ: „Der Schweigen der Lämmer-Regisseur Demme findet wieder zur Leichtigkeit seiner frühen Filme, mit der er Paranoia-Thrill aus der kleinsten Geste hervorzaubert. Da genügt das maskenhafte Androiden-Lächeln des künftigen Vizepräsidenten der USA und, beängstigender noch, der erhobene Zeigefinger seiner karrieregeilen Mutter. [...] Ein Film, den manche für subversiver und politisch aufregender halten als Michael Moores Fahrenheit 9/11."
Vorfilm: The Brain Modulator
R&B: Florian Rau K: Andreas Kersten P: D 2011 V: DVD L: 4 min.
Nach der Implantation im Hinterkopf steigert The Brain Modulator Arbeitsmoral und Produktivität und ermöglicht sogar drahtlose Gedankenübertragung. Ein Kommentar zu Wissenschaftsverheißungen, bedingungsloser Technikgläubigkeit und dem Klischee des faulen Studenten im Stil einer 50er-Jahre-Werbung. Text: Hinnerk Feldwisch-Drentrup Spieltermin:
| Dienstag, 18.12.2012 20:00 Uhr, Hörsaal 2006 |
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