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Vergiss mein nicht!Originaltitel: Eternal Sunshine of the Spotless Mind Regie: Michel Gondry Buch: Charlie Kaufman Kamera: Ellen Kuras Musik: Jon Brion Darsteller: Jim Carrey, Kate Winslet, Kirsten Dunst, Elijah Wood Produktion: USA, 2004 Länge: 104 min. Fassung: 35 mm, En. OmU
Wie wäre es wohl, wenn man unliebsame Erinnerungen löschen lassen könnte? Die meisten Menschen haben wohl so einige, auf die sie lieber verzichten würden – wie es in Vergiss mein nicht! auch Joel (JC) feststellen muss, als seine Freundin Tangerine (KW) ihn plötzlich nicht mehr erkennt. Nach einem Streit hat sie ihn dank der Dienste der Firma Lacuna aus ihrem Gedächtnis streichen lassen, auf welche er auch zurückgreifen wird, da er glaubt, es mit den Erinnerungen nicht auszuhalten. Doch bevor sie getilgt werden können, müssen sie in umgekehrt chronologischer Reihenfolge aufgerufen werden, so dass Joel es sich, wieder am schönen gemeinsamen Anfang angelangt, mit der Löschung nochmal anders überlegt – um seine schönsten Schätze zu behalten. Eine wahnsinnige Flucht durch sein Gehirn beginnt.
Neurowissenschaftler wie der Nobelpreisträger Eric Kandel forschen derzeit sowohl an Gedächtnis-Verstärkungs-Pillen als auch an der „Pille fürs Vergessen“, welche entweder bei Demenz oder zur Vorbeugung von posttraumatischen Belastungsstörungen wirken sollen. In seinem Spielfilm zeigt Michel Gondry (Science of Sleep) auf faszinierende Weise mögliche Auswirkungen dieser Zukunftsvision. Während es im Film Memento um verlorene Informationen geht, die durch Spickzettel gespeichert werden können, dreht sich Vergiss mein nicht! um die viel reichere Welt der Emotionen, die den Kern einer jeden Persönlichkeit ausmachen – und daher schwerlich zu tilgen sind. Jim Carrey überzeugt hier in einer ernsthaften Rolle, und auch die einfallsreichen Bildsequenzen der Kamerafrau Ellen Kuras werden sicher in Eurem Gedächtnis haften bleiben.
Text: Hinnerk Feldwisch-Drentrup Spieltermin:
| Dienstag, 04.12.2012 20:00 Uhr, Hörsaal 2006 |
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