Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)
Prayers for Bobby
Kooperation mit dem SchwuLesBi-Referat des u-asta
Regie: Russell Mulcahy Buch: Katie Ford, nach der Buchvorlage von Leroy F. Aarons Kamera: Thom Best Musik: Christopher Ward Darsteller: Sigourney Weaver, Henry Czerny, Ryan Kelley Produktion: USA, 2009 Länge: 86 min. Fassung: DVD, En. OmU
"Ich glaub' mit mir stimmt was nicht.“ Bobby Griffith wächst in einer streng christlichen Familie im kalifornischen Walnut Creek auf. Als er entdeckt, dass er homosexuell ist, beginnt für ihn ein Kampf mit seiner konservativen Erziehung und seinem homophoben Umfeld. Nach und nach gelingt es ihm, sich vor seiner Familie zu outen und sich in der Schwulenszene einzuleben. Nur seine Mutter Mary will nicht wahrhaben, dass Bobby homosexuell ist. Sie glaubt fest daran, dass ihr Sohn seine „Sünde“ mit Gottes Hilfe besiegen kann und versucht mit allen Mitteln, ihn auf den rechten Weg des Glaubens zurückzuführen. Als Mary erfährt, dass ihr Sohn einen Freund hat, verweigert sie ihm ihre bedingungslose Mutterliebe und treibt Bobby damit in den Selbstmord. Wird die Trauer um ihren Sohn sie zum Umdenken bewegen?
Prayers for Bobby beruht auf einer wahren Geschichte und wurde zunächst als Buch und dann als Fernsehproduktion veröffentlicht. Sigourney Weaver bekam für ihre Rolle als Mary Griffith den „Trevor Life Award“ von The Trevor Project, einer amerikanischen Organisation, die Suizidprävention für LGBTQ-Jugendliche betreibt. Der aka-Filmclub zeigt Prayers for Bobby in Kooperation mit dem SchwuLesBi-Referat, das mit diesem Film darauf aufmerksam machen will, dass LGBTQs nach wie vor um Anerkennung in der Familie wie auch der Gesellschaft kämpfen müssen. Die Überzeugung, dass „anders sein“ therapiert werden muss und kann, herrscht leider bei vielen Glaubensgemeinschaften vor. Prayers for Bobby ist ein eindringliches Plädoyer für Toleranz und Menschlichkeit.