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Nofretete - Königin vom NilOriginaltitel: Nefertiti, regina del NiloKooperation mit der Ausstellung Nofretete – 100 Jahre Entdeckung und Faszination
Regie: Fernando Cerchio Buch: John Byrne, Enrico Papp Kamera: Massimo della Mano Musik: Carlo Rustichelli Darsteller: Jeanne Crain, Vincent Price, Edmund Purdom, Amedeo Nazzari, Liana Orfei Produktion: I, 1961 Länge: 87 min. Fassung: DVD, DF
Die junge Tanit, Tochter des ägyptischen Hohepriesters Benakon, liebt den Bildhauer Tutmosis. Sie ist jedoch dem zukünftigen Pharao Amenophis IV. versprochen. Ihr machtgieriger Vater sorgt dafür, dass ihr Geliebter Tutmosis zu Unrecht zum Tode verurteilt wird, doch er kann in letzter Sekunde entkommen. Tanit glaubt daraufhin, dass Tutmosis tot sei und heiratet den neuen Pharao. Als Pharaonin erhält sie den Namen Nofretete ("Die Schöne ist gekommen"). Ausgerechnet Tutmosis erhält später den Auftrag, eine Büste der neuen Königin anzufertigen. Sie treffen aufeinander und es kommt zur Aussprache zwischen den beiden. Amenophis dagegen ist unglücklich in seiner Ehe mit Nofretete und widmet sich immer intensiver der neuen Religion der Aton-Anhänger. Damit provoziert er den Konflikt mit den Priestern der traditionellen Amun-Religion. Nur durch geschicktes Eingreifen Nofretetes könnte dieser Konflikt noch verhindert werden.
Der farbenfrohe, leicht kitschig anmutende Sandalenfilm hat mit den historischen Erkenntnissen, die wir mit Nofretete und Echnaton (im Film: Amenophis IV.) verbinden, außer den Namen und der Feindschaft zu den Amun-Priestern, nicht viel gemeinsam. Zwar kommt die berühmte Nofretete-Büste, die vor 100 Jahren in Ägypten gefunden wurde und heute im Ägyptischen Museum Berlin gezeigt wird, im Film vor, doch die Figur der sagenumwobenen Nofretete aus dem 14. Jahrhundert vor Christus bietet ideale Voraussetzungen, um die Phantasie der Filmindustrie zu beflügeln. So lässt der italienische Regisseur Fernando Cerchio das alte Ägypten lebendig werden und erzählt eine fiktive Liebesgeschichte, in der Vincent Price als Hohepriester in einer seiner besten Schurkenrollen glänzt.
Text: Lars Petersen Spieltermin:
| Freitag, 11.01.2013 20:00 Uhr, Hörsaal 2006 | | |