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This Ain’t California Regie: Marten Persiel Buch: Marten Persiel, Ira Wedel Kamera: Felix Leiberg Musik: Lars Damm Produktion: D, 2012 Länge: 90 min. Fassung: 35 mm, Dt. OV
Die DDR in den 80er Jahren: Drei Jugendliche rasen auf ihren Skateboards, die damals „Rollbretter“ hießen, durch Ostberlin. Sie toben durch Tiefgaragen, Treppenhäuser und über Betonrampen und halten ihre Kunststücke auf Super8 und Polaroid fest. Was heute zum gewohnten Bild der Großstädte gehört, war damals mehr als nur Zeitvertreib: Rebellion, Punk, ein Ausscheren aus dem politisch diktierten Mainstream. Die drei Skater leben - fernab von organisiertem politischem Widerstand - eine amerikanische Kultur und damit eine Illusion von Freiheit, die sich paradoxer Weise genau dann auflöst, als die Mauer fällt und sie sich aus den Augen verlieren.
Regisseur Marten Persiel, selbst seit 30 Jahren Skater, bringt die Helden der Szene von damals wieder zusammen. Er lässt sie in Erinnerungen schwelgen, ihre Sturm-und-Drang-Zeit Revue passieren, über Rebellion und Freundschaft nachdenken. Unterfüttert mit jeder Menge Fotos und privaten Filmaufnahmen der Protagonisten portraitiert er so die wilde Zeit der „Rollbrettfahrer“ - eine verschworene Gemeinschaft, die damals die Straßen rund um den Alexanderplatz unsicher machte. Persiel sammelte bislang einige Erfahrungen mit dem Dreh von Musik-, Werbe- und Dokumentarfilmen. This Ain’t California ist sein erster und gleich preisgekrönter Film fürs Kino. Mit einem pulsierenden Soundtrack unterlegt (u.a. Die Ärzte, Alphaville, Feeling B.) ist der Film eine Hommage an die wilde Jugend und ein rasanter Dokumentarfilm über eine energiegeladene Subkultur in der DDR - über Sex, Boards and Rock ’n’ Roll.
Text: Johannes Litschel Spieltermin:
| Mittwoch, 16.01.2013 20:00 Uhr, Hörsaal 2006 |
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