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Iron SkyMit einer Einführung von Timothy Simms
Regie: Timo Vuorensola Buch: Johanna Sinisalo, Michael Kalesniko Kamera: Mika Orasmaa Musik: Laibach Darsteller: Julia Dietze, Udo Kier, Christopher Kirby, Götz Otto, Tilo Prückner Produktion: FIN/AUS/D, 2011 Länge: 93 min. Fassung: 35 mm, DF
Im Zuge der Digitalisierung von Filmproduktionsweisen erlebte auch das sogenannte Crowdsourcing – die Auslagerung auf die Intelligenz und Arbeit vieler Helfer – seine Geburtstunde. Mit dem Aufruf „Join the War Against the Space Nazis“ oder „Buy War Bonds and Kick the Space-Hun where it Hurts“ wurden Internetuser eingeladen, sich an dem Film Iron Sky zu beteiligen. Was auf der einen Seite wie der Aufruf zu einem Spaßevent klingt, brachte auf der anderen sehr viel Geld ein: Von dem ca. 7,5 Mio Euro-Budget konnten bisher fast 700 000 Euro durch Crowdfinancing gedeckt werden. Aber nicht nur das Kapital kam aus der Community, auch Hilfe für Details in der Story wurde durch Crowdsourcing geleistet. Die Netzcommunity entscheidet auch darüber, wo der Film gezeigt wird: mittels Crowd Controls, einem Tool für Künstler, mit dem das Publikum mitteilen kann, ob bzw. wo es einen Film sehen möchte. Der finnische Regisseur Vuorensola gibt aber zu verstehen, dass „If you want to crowdsource you have to be very dominant – I've always made it clear with Iron Sky that this is not a democracy, this is a dictatorship.“
Apropos Diktatur: In diesem Film konnten sich 1945 einige Nationalsozialisten auf den Mond flüchten. Dort haben sie sich in einer swastikaförmigen Raumstation zum Ziel gesetzt, die Erde anzugreifen und das 4. Reich zu errichten. Derweil gelangt ein als Astronaut verkleidetes afroamerikanisches Model (eine PR-Aktion der US-Präsidentin) auf den Mond. Die „Nazis from the dark side of the moon“ entdecken ihn und sein Smartphone, mit dessen Hilfe sie die Eroberung der Erde erhoffen...
Text: Jennifer Borrmann Spieltermin:
| Samstag, 24.11.2012 21:30 Uhr, Hörsaal 2006 |
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