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M – Eine Stadt sucht einen Mörder Regie: Fritz Lang Buch: Fritz Lang, Thea von Harbou Kamera: Fritz Arno Wagner Darsteller: Peter Lorre, Gustav Gründgens, Otto Wernicke, Inge Landgut Produktion: D, 1931 Länge: 110 min. Fassung: 35 mm, Dt. OV
In den Straßen der Großstadt Berlin versetzen die Taten eines Kindermörders (PL) die Menschen in Angst und Schrecken. Die Bemühungen der Polizei, den Täter zu finden, kommen nicht voran, so dass auch die Berliner Unterwelt unter Führung des „Schränkers“ (GG) ihrerseits die Verbrecherjagd eröffnet. Der zahllos rezipierte deutsche Filmklassiker M gilt als erster deutscher Film, dem es gelang, die Mittel des damals neuen Tonfilms überzeugend einzusetzen. Zu beachten ist dabei, dass er dabei mit Ausnahme einer gepfiffenen Melodie keine Begleitmusik einsetzt und sich damit diametral von der bisher vorherrschenden Tradition der Stummfilme mit Live-Musikbegleitung unterscheidet. Ganz auf das nun auch durch ihre Stimmen unterstützte Charisma der Hauptdarsteller Peter Lorre und Gustav Gründgens bauend entfaltet der Film eine stilbildende Atmosphäre und schlägt einen meisterhaften Spannungsbogen vom Verschwinden des kleinen Mädchens (IL) bis hin zum verstörenden Schlussmonolog des geisteskranken Mörders. Ein Film, der über die Krimihandlung hinaus auch oft als Psychogramm der Gesellschaft der im Zerfall befindenden Weimarer Republik gedeutet wurde.
Text: Martin Koch Spieltermin:
| Donnerstag, 22.11.2012 21:30 Uhr, Hörsaal 2006 |
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