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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Drive

Regie: Nicolas Winding Refn Buch: Hossein Amini Kamera: Newton Thomas Sigel Musik: Cliff Martinez Darsteller: Ryan Gosling, Carey Mulligan, Bryan Cranston, Albert Brooks, Oscar Isaac, Ron Perlman, James Biberi Produktion: USA, 2011 Länge: 101 min. Fassung: 35 mm, En. OmU

"You put this kid behind a wheel and there is nothing he can’t do." In der Tat ist der namenlose junge Mann (RG) überaus talentiert was Autos betrifft. Ob tagsüber als Mechaniker und Stuntman oder nachts als Fahrer bei Überfällen und Einbrüchen – nichts bringt ihn aus der Ruhe, nichts kratzt an seiner professionellen Distanziertheit. Einzig zu seiner Nachbarin Irene (CM) und deren Sohn Benicio knüpft der scheinbare Einzelkämpfer, im ganzen Film nur „der Fahrer“ genannt, Kontakt. Als Irenes Ehemann Standard (OI) aus dem Gefängnis entlassen wird, bringt dessen Rückkehr Ärger mit sich. Denn Standard schuldet dem Gangster Cook (JB) Schutzgeld und soll daher für diesen einen letzten schmutzigen Job erledigen, weswegen Standard den Fahrer um Hilfe bittet. Doch der Job läuft schief und plötzlich geht es für den Fahrer um Leben und Tod.

Es gibt Filme, die bereits kurz nach ihrem Erscheinen Kultstatus genießen. Nicolas Refns Werk "Drive", das im Januar 2012 in den deutschen Kinos anlief, ist so ein Film. Das mag der Mischung aus kunstvoll gestalteten Szenen und klassischen Verfolgungsjagden zu verdanken sein, in der Ästhetik und Brutalität zum Teil nur einen Kameraschnitt voneinander entfernt sind. Oder dem Soundtrack, der den Fahrer auf seinen Touren begleitet und für den "cool" das richtige Stichwort ist. Perfekt abgestimmt auf die Stimmung des Films ist die minimalistische Spielweise von Hauptdarsteller Ryan Gosling: Zumeist unergründbar und zurückhaltend gewährt er nur in wenigen, dafür umso mächtiger wirkenden Szenen einen Blick hinter die Fassade seiner Figur. Fazit: Einer der interessantesten Filme des vergangenen Kinojahres, der zu Recht in Cannes den Preis in der Kategorie Beste Regie erhielt.

Mit Vorfilm: Motodrom

R/B: Jörg Wagner M: Gavin M. Weiß D: Hugo Dabbert, Jagath Perera, Tomasz Wyszomirski P: D 2006 V: 35 mm L: 9 Min.

Der Höllenkessel der Steilwandfahrer: Männer und Maschinen, Todesgefahr und Nervenkitzel, Selbstdarstellung und Schaulust. Ein aussterbendes Schaustellergewerbe, porträtiert in einer Hommage mit fünftausend Umdrehungen pro Minute.

Text: Iris Divé

Spieltermin:
Mittwoch, 23.05.2012 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

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