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Goya in BordeauxOriginaltitel: Goya en BurdeosMit Einführung von Jun. Prof. Dr. Ursula Hennigfeld
Regie&Buch: Carlos Saura Kamera: Vittorio Storaro Musik: Roque Baños Darsteller: Francisco Rabal, Maribel Verdu Produktion: I/E, 1999 Länge: 106 min. Fassung: 35 mm, Span. OmU
Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer lautet der Titel einer der berühmten Zeichnungen aus der Feder des spanischen Malers Francisco de Goya (1746-1828). Wenn die Ungeheuer der eigenen Fantasie Gestalt annehmen und den Urheber mit seiner Vergangenheit konfrontieren, kommt dies zuweilen einem Alptraum gleich. Francisco de Goya scheint von diesem Alptraum geprägt worden zu sein, wie kein anderer Künstler seiner Zeit. Gerade die Bilder seiner letzten Lebensphase, die düsteren Fantasiegestalten der Caprichos oder der Pinturas Negras, bringen dies zum Ausdruck. Carlos Sauras Film „Goya in Bordeaux“ wagt – ausgehend von Goyas letzten Lebensjahren im Malers französischen Exil in Bordeaux – einen Gang durch dessen berauschendes wie erschreckendes Werk. Der Film nimmt den Zuschauer mit auf eine bildmächtige Reise, zurück zu den Anfängen Goyas als Maler am spanischen Hofe, zurück zu dessen leidenschaftlicher Liebe zur Gräfin von Alba, zurück zu den furchtbaren Ereignissen der napoleonischen Eroberungszüge, zum langsamen Verfall des an seiner Taubheit leidenden Malers. „Goya in Bordeaux“ ist weitaus mehr als ein Biopic: Dieser Film inszeniert die großen Gemälde des spanischen Künstlers so eindrücklich, dass die Grenzen von filmischen Bildern und gemalten Bildern verschwimmen.
Mit Einführung zu Francisco de Goya von Jun. Prof. Dr. Ursula Hennigfeld (Romanisches Seminar)
Text: Anna Riman, Fanny Neumann Spieltermin:
| Mittwoch, 09.05.2012 20:00 Uhr, Hörsaal 2006 |
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