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Die Ewigkeit und ein TagOriginaltitel: Mia aioniotita ke mia mera Regie&Buch: Theo Angelopoulos Kamera: Giorgos Arvanitis, Andreas Sinanos Musik: Eleni Karaindrou Darsteller: Bruno Ganz, Isabelle Renauld, Achilleas Skevis, Despina Bebedelli Produktion: GR/F/I, 1998 Länge: 130 min. Fassung: 35 mm, Gr. OmU
Der Schriftsteller Alexander, die von Bruno Ganz gespielte Hauptfigur des Films, hat noch einen Tag in „Freiheit“, bevor er sich aufgrund einer Krebserkrankung auf seine letzte Reise ins Krankenhaus begibt. Auf dem Weg in seine scheinbar vorbestimmte Zukunft verabschiedet er sich von seiner nüchternen Tochter, der Haushälterin, seiner verwirrten Mutter. Von der Stadt und seinem Haus, das zum Abriss bestimmt ist. Er rettet einen albanischen Flüchtlingsjungen vor Menschenhändlern und verbringt den Tag mit ihm. Durchbrochen wird die neblige Gegenwart von Erinnerungen und der schönen Illusion eines Sommerfestes mit seiner verstorbenen Frau, eine blühende Schönheit, die wie auch der Flüchtlingsjunge wieder etwas Leben in ihm wecken.
Angelopoulos schuf mit Die Ewigkeit und ein Tag einen intimen, sentimentalen Film über die Liebe und den Tod, die Heimat und den Verlust derselben, über das heitere Diesseits und das weltabgewandte Künstlertum. Beispielhaft sind die langen Einstellungen des Filmes, durch die er Gegenwart und Vergangenheit miteinander verbindet. Für die Hauptrolle war eigentlich Marcello Mastroianni vorgesehen, der jedoch bei Drehbeginn bereits selbst todkrank war. So entschied sich Angelopoulos für Bruno Ganz, nachdem er ihn in Wim Wenders Film In weiter Ferne, so nah und am Theater als Odysseus gesehen hatte. „Ein weiteres Meisterwerk von Angelopoulos, das an solche klassischen Werke wie Bergmans Wilde Erdbeeren oder Kurosawas Ikiru denken lässt.“ (Kevin Thomas, Los Angeles Times)
Vorfilm: Father and Daughter
R/B: Michael Dudok de Wit K: Animationsfilm M: Denis L. Chartrand V: 35 mm P: NL/GB 2000 L: 8 Min.
Ein Vater sagt seiner Tochter ‘Auf Wiedersehen’ und geht. Sie wartet auf seine Rückkehr, Tage, Monate, Jahre.
Text: Hinnerk Feldwisch-Drentrup Spieltermin:
| Dienstag, 05.06.2012 20:00 Uhr, Hörsaal 2006 |
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