aka-Filmclub.de

Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Wege zum Ruhm

Originaltitel: Paths of Glory

Regie: Stanley Kubrick Buch: Stanley Kubrick, Calder Willingham, Jim Thompson Kamera: Georg Krause Musik: Gerald Fried Darsteller: Kirk Douglas, Ralph Meeker, Adolphe Menjou, George Macready Produktion: USA, 1957 Länge: 87 min. Fassung: 35 mm, DF

1916, erster Weltkrieg, die Armeen stecken in einem Stellungskrieg fest, die Linien bewegen sich kaum. Der französische General George Broulard (AM) befiehlt General Mireau (GM), seine Männer in einen aussichtslosen Kampf zu schicken, um den hart umkämpften „Ameisenhügel“ einzunehmen. Mireau läßt sich erst mit der Aussicht auf Beförderung davon überzeugen, dieses Selbstmordkommando anzuordnen. Die Durchführung obliegt allerdings Regimentskommandeur Colonel Dax (KD), der gegen den Befehl protestiert. Wie zu erwarten scheitert der Angriff und endet mit großen Verlusten für die französische Armee. Nachdem keiner der losgeschickten Soldaten die feindlichen Schützengräben erreicht, weigern sich die restlichen Männer, ihre Gräben zu verlassen mit Verweis auf den starken Beschuß. Mireau weist daraufhin seine eigene Artillerie an, die Männer zu beschießen, um sie aus den Schützengräben zu jagen. Der Kommandant der Artillerie verweigert jedoch, ohne schriftliche Order, diesen Befehl auszuführen. Um sein Versagen zu vertuschen, stellt Mireau stellvertretend für ihre Kameraden drei der Soldaten wegen Feigheit vor dem Feind vor das Kriegsgericht. Die Männer, die das harte Los trifft, werden mehr oder weniger zufällig ausgewählt. Colonel Dax, im zivilen Leben Strafverteidiger, übernimmt persönlich die Verteidigung seiner Leute. Der Prozess gerät allerdings zur Farce... Der vollständig in Bayern gedrehte Film, löste bei seinem Erscheinen einen Eklat aus. Von den Kritikern wurde Paths of Glory überaus positiv aufgenommen. Aber Angehörige des Militärs fühlten sich durch die Darstellung des französischen Militärs in Kubricks Film verunglimpft und protestierten europaweit lautstark. Auch wenn der Film in Frankreich nie verboten wurde, übte die Regierung doch ausreichenden diplomatischen Druck auf den europäischen Verleih aus, so dass der Film dort zunächst nicht veröffentlicht wurde und erst 1975 im Kino gezeigt werden konnte. In Berlin allerdings verbot der französische Stadtkommandant im Juni 1958 die Aufführung im französischen Sektor und drohte mit dem Rückzug der drei französischen Festivalbeiträge, sollte Paths of Glory während der Berlinale in den Westberliner Kinos gezeigt werden. Um außenpolitische Unstimmigkeiten zu vermeiden, wurde die Aufführung in Deutschland daraufhin bis 1960 verboten, während der Film im französische Sektor Berlins mit einem erklärenden Vorspann versehen wurde. In der Schweiz sollte es bis 1970 dauern, bis er gezeigt werden durfte. Nichtsdestoweniger kam Kubricks Werk bei den Kritikern gut an. Paths of Glory wurde für den BAFTA Award, dem Preis der Britischen Akademie der Film- und Fernsehkunst in der Kategorie „Bester Film“ nominiert. Während der Dreharbeiten lernte Stanley Kubrick im übrigen seine spätere Ehefrau kennen, mit der er bis zu seinem Tod im Jahr 1999 verheiratet war. Christiane Kubrick, damals noch Christiane Susanne Harlan, spielte die einzige weibliche Rolle in diesem Kriegsdrama.

Text: AP

Spieltermin:
Donnerstag, 08.12.2011 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

Gezeigt im Rahmen der Filmreihe:
Stanley Kubrick, oder wie ich lernte, das Kino zu lieben
 Donnerstag  01.12.2011  20:00 Uhr  35 mm, En. OmU  Die Rechnung ging nicht auf
 Donnerstag  08.12.2011  20:00 Uhr  35 mm, DF  Wege zum Ruhm
 Donnerstag  15.12.2011  20:00 Uhr  En. OmU  Uhrwerk Orange
 Donnerstag  12.01.2012  20:00 Uhr  35 mm, En. OmU  Full Metal Jacket
News
Aktuelles Programm
Filmreihen
Specials
Programmübersicht
Archiv
HighNoon Film-e-Zine
Über uns...
Links
Kontakt

HighNoon