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Die Rechnung ging nicht aufOriginaltitel: The Killing Regie: Stanley Kubrick Buch: Stanley Kubrick, Jim Thompson, Lionel White Kamera: Lucien Ballard Musik: Gerald Fried Darsteller: Sterling Hayden, Coleen Gray, Elisha Cook Jr. Produktion: USA, 1956 Länge: 85 min. Fassung: 35 mm, En. OmU
Profiverbrecher Johnny Clay (SH) plant einen letzten großen Coup, bevor er sich mit dem ergaunerten Geld endgültig zur Ruhe setzen und seine Freundin (CG) heiraten möchte. Er hat es auf die Wettgelder der Rennbahn – immerhin 2 Millionnen Dollar – abgesehen und verbündet sich daher mit einem korrupten Polizisten, einem auf der Rennbahn arbeitenden Barkeeper, einem alten Alkoholiker aus seinem Freundeskreis sowie dem Angestellten eines Wettbüros. Alle „Partner“ haben ihr Päckchen zu tragen und lassen sich auf den Deal nur deswegen ein, weil sie keinen anderen Ausweg aus ihrer jeweiligen Situation sehen. Der Plan steht und fällt mit der Verschwiegenheit der Beteiligten. Doch einer von Ihnen kann seinen Mund nicht halten und die Geschichte sickert nach außen. Andere Leute versuchen, ebenfalls Profit aus dem Raub zu ziehen. Doch wie der Titel es bereits vermuten lässt, klappt nicht alles so, wie die Beteiligten sich das vorgestellt haben. Am Ende sind es aber bloß winzige Details, die zusammengenommen zum Scheitern eines eigentlich perfekten Plans führen. Und gerade das macht es so spannend. Der Zuschauer mag zwar an einigen Stellen den Fortgang erahnen, die Wendepunkte der Handlung kommen aber völlig unvorhergesehen und überraschen immer wieder aufs Neue. The Killing ist Kubricks dritter Spielfilm. Er entstand im Jahr 1956 kurz nach Killer’s Kiss und war das Werk, mit dem Kubrick sich bei der internationalen Filmkritik einen Namen machte. Es war auch der erste „richtige“ Spielfilm Kubricks (d.h. der erste Film mit professionellen Schauspielern und einer professionellen Crew), auf den er selber auch hinterher noch mit Stolz zurückblickte. Die Handlung wird – damals noch ein Novum – nicht-linear und aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt. Kubrick hatte diese Erzählstruktur allerdings aus der Romanvorlage übernommen. Der Autor hatte auf diesen Stil zurückgegriffen, um die Geschichte interessanter zu machen. Dennoch war es Kubrick, der diese Erzählweise erstmals auch auf die Leinwand brachte und damit viele Filmregisseure beeinflusste. Nicht zuletzt Quentin Tarantino setzte seinem Landsmann mit dem meisterhaft inszenierten Pulp Fiction in gewisser Weise ein Denkmal.
Text: aka Spieltermin:
| Donnerstag, 01.12.2011 20:00 Uhr, Hörsaal 2006 |
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