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Schräger als FiktionOriginaltitel: Stranger than Fiction Regie: Mark Forster Buch: Zach Helm Kamera: Roberto Schaefer Musik: Britt Daniel Darsteller: Will Ferrell, Maggie Gyllenhaal, Dustin Hoffman, Queen Latifah, Emma Thompson, Linda Hunt Produktion: USA, 2006 Länge: 113 min. Fassung: 35 mm, En. OmU
Gestern hatte Harold Crick (WF) noch ein stinklangweiliges Leben als Büroangestellter, heute hat er ein Problem: Laut einer Stimme, die nur er hört, ist er die Hauptfigur in einem Roman und wird bald sterben. Die Psychologin Dr. Mittag-Leffler (LH) diagnostiziert Schizophrenie, kann Harold aber nicht wirklich helfen, deswegen schickt sie ihn zum Literaturexperten Professor Hilbert (DH). Und der findet heraus, wer die Stimme in Harolds Kopf ist: die Bestsellerautorin Karen Eiffel (ET), deren geschriebene Anweisungen Harold haargenau und unmittelbar befolgt. Das Problem: Eiffels Romane enden immer mit dem Tod der Hauptfigur - oder kann Harold sie rechtzeitig finden und davon überzeugen, dass er überleben muss? Was wir hier sehen, kann eigentlich nicht sein, funktioniert in sich aber trotzdem ausgezeichnet. Dieses beispielsweise aus Zeitreisefilmen bekannte Prinzip wendet Marc Forsters Komödie auf die Grenzen zwischen Realität und Fiktion an und schafft damit eine erfrischend-schräge Reflexion über die ganz eigene Welt, in der SchriftstellerInnen leben und zugleich selbst erschaffen. Zwei Horrorvisionen lässt Forster augenzwinkernd aufeinanderprallen– die des Angestellten, nur eine Figur in einer vorgeschriebenen Geschichte zu sein und die der Autorin, eines Tages einer ihrer Figuren zu begegnen. Doch was daraus entsteht, kann und will kein Horror sein, sondern ein kluges wie bizzares Vergnügen, dass die Absurditäten des Lebens und des Erzählens genießerisch auskostet und dabei das Um-die-Ecke-Denken zelebriert.
Text: Martin Koch Spieltermin:
| Mittwoch, 22.06.2011 20:00 Uhr, Hörsaal 2006 |
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